Kinderwunschzentrum
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| Unfruchtbarkeit - Ist bei mir alles in Ordnung? |
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Wenn trotz regelmäßigem, ungeschütztem Verkehr nach einem Jahr keine Schwangerschaft eingetreten ist, spricht man von "Sterilität". Dieser Zustand muss nicht dauerhaft sein. Vorübergehende Fruchtbarkeitsstörungen sind nicht selten und den meisten Paaren kann geholfen werden. Einschränkungen der Fruchtbarkeit können bei einem der Partner oder bei beiden gleichzeitig vorkommen.
Abb: Samenzellen
Ungefähre Verteilung der Fruchtbarkeitseinschränkungen bei Paaren mit Kinderwunsch: 30 % weiblich bedingt Auch der jeweilige Lebenstil beeinflusst die Fruchtbarkeit (Rauchen, Gewicht, Stress, Alter, etc.). Weibliche Fruchtbarkeitsstörungen Hormonstörungen Polyzystische Ovarien (PCO) Eileiterschäden Endometriose Myome Entzündungen Störungen des ImmunsystemsMännliche Fruchtbarkeitsstörungen eingeschränkte Samenqualität verschlossene Samenleiter Umweltfaktoren Entzündungen Hormonstörungenweitere Ursachen fortgeschrittenes Alter bei Kinderwunsch Erbfaktoren /Genetik getrenntes Wohnen Ernährung Genussgifte Stress/ psychische Ursachen unbekannte Ursachen ("idiopathisch")Wir helfen Ihnen, Fruchtbarkeitsstörungen zu entdecken. weiter...
Hormone sind Botenstoffe von Drüsen, die Informationen an die Wirkorte (z.B. die Geschlechtsorgane) bringen. Damit eine Eizelle heranreift, befruchtet wird und sich schließlich in der Gebärmutter einnistet, müssen diese Hormone fein abgestimmt zusammenspielen. Eine Störung dieses Gleichgewichts kann die Eizellreifung behindern und verschiedene Ursachen haben. Symptome: Der Zyklus kann verändert sein, z.B. deutlich länger oder kürzer als 28–tägig, es können Schmierblutungen auftreten oder es findet gar keine Periodenblutung statt
Symptome: unregelmäßige Periodenblutung, Übergewicht, Hautprobleme (Akne), vermehrte Körperbehaarung, Fruchtbarkeitsstörungen
Die Wanderung der Eizelle zum Ort der Befruchtung sowie der Transport des sich entwickelnden Embryos in die Gebärmutter findet teilweise mit Hilfe von winzigen Haaren (sog. Flimmerhärchen) statt. Sind die Eileiter verschlossen oder diese Flimmerhärchen verklebt, können Ei- und Samenzelle nicht zueinander gelangen und eine Befruchtung wird unmöglich. Es kann auch sein, dass die Eileiter, z.B. nach Verletzungen, den ungestörten Transport der Zellen nicht mehr gewährleisten können. Dieses kann durch vorausgegangene Entzündungen (z.B. Chlamydien), Eileiterschwangerschaften, durch Endometriose oder erblich bedingt sein. Bei einer normalen Ultraschalluntersuchung kann man die Eileiter nicht erkennen, dafür sind sie viel zu zart und dünn. Symptome: Unfruchtbarkeit
Symptome: Unterbauchschmerzen vor oder während der Periode, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr, beim Stuhlgang oder beim Wasserlassen, Blutungsstörungen, Eierstockszysten oder Verklebungen der Eileiter mit folgender Unfruchtbarkeit
Symptome: Starke Periodenblutung, Unterbauchschmerzen, Unfruchtbarkeit nach oben Symptome: Unterbauchschmerzen, starker oder übel riechender Ausfluss, Fieber nach oben Bei der immunologischen Sterilität behandelt das Immunsystem die eigenen Ei- oder Samenzellen oder sogar den Embryo als Fremdkörper. Die Folge ist eine Art "Abstoßungsreaktion". Untersuchungen oder gar Behandlungen sind auch heutzutage kaum möglich, da noch zu wenig über die genauen Zusammenhänge im Körper bekannt ist. Die Diagnose "immunologische Sterilität" ist immer nur eine Vermutungsdiagnose, wenn keine anderen Ursachen für die Sterilität gefunden werden.
Die Samenqualität ist nicht lebenslang gleich, sondern kann über die Zeit erheblich schwanken. Symptome: Ausbleiben einer Schwangerschaft, keine weiteren sichtbaren Symptome
Symptome: Ejakulat ohne Samenzellen, Ausbleiben einer Schwangerschaft Die Samenzellbildung ist empfindlich für erhöhte Temperatur und Umweltgifte. So besteht eventuell bei sitzendener Tätigkeit oder bei ständigem Tragen von enger Kleidung die Gefahr der Überwärmung der Hoden mit folgender Verminderung der Samenqualität. Auch für den negativen Einfluss von Umweltgiften wie Lackfarben, sog.Weichmacher oder Nikotin gibt es Belege. Entzündungen in den Hoden, den Nebenhoden oder der Prostata können zu einer Verminderung der Samenqualität führen. Wird bei der Samenuntersuchung der Verdacht auf einen Infekt gestellt, kann dieses mit Abstrichen aus dem gewonnenen Ejakulat geprüft werden. Eine Entzündung kann dann mit speziellen Medikamenten behandelt werden. Symptome: bis auf eine Verminderung der Samenqualität oft keine Auch beim Mann können Hormonstörungen zu einer reduzierten Fruchtbarkeit führen. Das ist allerdings selten. Durch eine Blutuntersuchung können Hormonstörungen ausgeschlossen werden.
Häufig wünschen sich Paare ihr erstes Kind in einem Lebensalter, in dem die Fruchtbarkeit bereits nachlässt. Biologisch gesehen ist bei der Frau zwischen 16 - 28 Jahren das beste Alter, um schwanger zu werden. Während die Schwangerschaftsrate pro Zyklus beispielsweise bei einer 25-Jährigen bei 15 bis 20% liegt, beträgt sie bei einer 40-Jährigen noch 3 bis 4 % pro Zyklus. Der wesentliche Grund dafür ist die mit dem Alter abnehmende Qualität der Eizellen. Letztlich liegt bei einer gesunden 38-Jährigen die "Baby-take-home"-Rate pro Zyklus mit regelmäßigem Verkehr bei circa 5%, wenn keinerlei Therapiemaßnahmen in Anspruch genommen werden.
Keimzellen benötigen für ihre Funktion die korrekte genetische Information (Erbanlage). Im Zellkern der Ei- und Samenzellen befinden sich Chromosomen, welche diese Erbinformationen (Gene) enthalten. Kommt es zu einer Fehlverteilung der Chromosomen oder zu einer Veränderung in einzelnen Chromosomen, können je nach Stärke der Schädigung Unfruchtbarkeit, verminderte Fruchtbarkeit oder gehäufte Fehlgeburten die Folge sein. Die Störungen der Erbanlagen werden von den Eltern übertragen oder entstehen neu und fallen oft erst bei ausbleibender Schwangerschaft oder wiederholten Aborten auf.
Nicht selten kann keine eindeutige Ursache für die ungewollte Kinderlosigkeit gefunden werden. Das liegt daran, dass trotz rasanten Fortschritts in der Medizin auch heutzutage noch nicht sämtliche Vorgänge im Körper bekannt sind oder nicht untersucht werden können. Dennoch bleiben viele Möglichkeiten, zu helfen. |